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Farmer & Lou in Au-Haidhausen – herzliche Gastfreundschaft im kleinen Schanigarten

  • Autorenbild: Christian Simon
    Christian Simon
  • 27. Juni
  • 2 Min. Lesezeit


Manchmal ist es schön, völlig unvoreingenommen in ein Restaurant zu gehen – ohne Speisekarte vorher gesehen, ohne Bewertungen gelesen zu haben.


Genau so kamen wir zu unserem Besuch im Farmer & Lou in der Breisacher Straße in Au-Haidhausen, mitgenommen von einem Freund, der in der Gegend wohnt.


Schon die Begrüßung durch Lou, wie wir später erfuhren die Chefin des Hauses, war bemerkenswert: nicht nur freundlich und höflich, sondern wirklich lieb und herzlich. Zur Wahl standen ein Tisch auf dem Bürgersteig oder im kleinen Schanigarten – durch eine halbhohe Plexiglasscheibe von der Straße abgetrennt, liebevoll aus Holz gebaut, mit Pflanzen dekoriert. Wir entschieden uns für den gemütlicheren Schanigarten und fühlten uns dort sofort wohl.


Aufmerksamer Service von Anfang an


Bei der Getränkebestellung zeigte sich schon die erste nette Geste: Auf die Frage, ob ich Eiswürfel in mein Tegernseer Hell möchte – da die Kühlung bei den sommerlichen Temperaturen an ihre Grenzen kommt – war die Gastfreundschaft schon vor dem ersten Bissen spürbar. Unser Freund entschied sich für einen Limoncello Spritz, meine Frau für eine Weinschorle.


Als Vorspeise teilten wir uns einen sommerlichen Vorspeisenteller mit einer vielfältigen Auswahl an Salaten, Gemüse, Tomate-Mozzarella mit kleinen Mozzarellabällchen, verschiedenen Cremes und einem Salat mit Mango-Note. Brot wurde dazu ganz selbstverständlich und ungefragt nachgereicht.


Hauptgänge mit Liebe zum Detail


Bei den Hauptspeisen entschied sich unser Freund für Tortelloni mit Trüffelcreme-Füllung, meine Frau für einen sommerlichen Salat mit Putenstreifen. Ich selbst hatte das panierte Putenschnitzel mit hervorragenden Bratkartoffeln, einer großzügigen Portion Preiselbeeren und – eine angenehme Seltenheit – einer extragroßen Zitrone, die auch wirklich für zwei Schnitzel reicht. Hier merkt man, dass mitgedacht wird.

Die Qualität stimmte durchweg, die Zubereitung war schön und liebevoll angerichtet. Über den gesamten Abend blieb der Service so herzlich wie die Begrüßung – ein echter Kritikpunkt ließ sich nicht finden.


Ein Stammlokal ist geboren


Zum Abschluss wurden wir noch zu einem Absacker aufs Haus eingeladen, mit freier Auswahl zwischen Digestif oder Bier. Im kurzen Gespräch mit Lou erfuhren wir, dass das Farmer & Lou von Montag bis Freitag geöffnet hat und am Wochenende für private Feiern und Firmenevents zur Verfügung steht – ein Konzept, das von echter Leidenschaft für die Gastronomie und das Gespräch mit den Gästen zeugt.


Auch bei aller Begeisterung sei der Vollständigkeit halber eine kleine Randnotiz erlaubt: In der Toilette fielen uns ein paar abblätternde Stellen am Waschbecken sowie ein leicht lockerer Toilettenpapierhalter auf – Kleinigkeiten, die sich mit wenig Aufwand beheben ließen und den herzlichen Gesamteindruck des Abends in keiner Weise schmälern.


Unser Fazit:


Das Farmer & Lou in Au-Haidhausen ist ein kleines, aber liebevoll geführtes Restaurant mit Schanigarten-Charme, in dem man die Herzlichkeit der Gastgeber in jedem Detail spürt – von der Begrüßung bis zur Verabschiedung.

Wir haben bereits beschlossen: Das wird unser Stammlokal, wenn wir Freunde in dieser Ecke Münchens besuchen.

 
 
 

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